BeSINNliche Weihnachten

BeSINNliche Weihnachten

Der Countdown läuft. Nur noch wenige Tage und wir sitzen wieder beim geschmückten Christbaum (ist nur mir dieses Jahr viel zu schnell vergangen?).  Nachdem wir mit unseren Lieben gut gegessen haben, machen wir es uns in unseren weihnachtlich dekorierten Räumen gemütlich. Es duftet nach Keksen und alle freuen sich über die bunten Weihnachtspackerl.

Klingt doch eigentlich ganz schön, oder nicht?

Doch bis dahin gibt es noch jede Menge zu organisieren. Kekse backen, Geschenke besorgen, sich über das Weihnachtsmenü Gedanken machen (und am 24. Dezember den halben Tag dafür in der Küche verbringen), einen Baum besorgen und schmücken, das Haus putzen, usw. Alleine das Auflisten dieser selbst auferlegten Aufgaben bereitet mir Stress. Und ich frage mich: „Muss das wirklich so sein?“

Deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie mensch die Vorbereitungen etwas anders, entspannter oder auch lustiger gestalten kann:

Mir persönlich geht die Kekserl ausstecherei ja ziemlich auf den Keks 😉 Dafür habe ich zu wenig Zeit und zu wenig Geduld. Und damit bin ich sicher nicht die Einzige.

Auf der Weihnachtsfeier hat mir eine Frau erzählt, dass sie jedes Jahr mit ihrem Mann gemeinsam bäckt. Zwei Tage nehmen sie sich dafür Zeit. Sie macht den Teig, sticht aus und bäckt die Kekse und ihr Mann füllt diese mit Marmelade oder verziert sie. Diese Art der Aufgabenteilung stell ich mir in meiner kleinen romantischen Welt sehr schön vor (ob diese Situation in der Realität dann wirklich so idyllisch abläuft oder die oftmals angespannte Vorweihnachtsstimmung noch verschärft, kann ich nicht beurteilen).

Das hat mich auch dazu gebracht, mir zu überlegen, welche Möglichkeit es sonst noch gäbe um zu vielen verschiedenen und leckeren Kekssorten zu kommen, ohne dafür selber tagelang in der Küche zu stehen oder sie zu kaufen. Dabei ist mir die Idee des „Keks-Sharing“ gekommen. Beliebig viele Freund*innen schließen sich zusammen und jede*r bäckt eine Sorte (am besten die, die einem selbst immer gelingt oder am schnellsten zu machen ist ;)) Danach treffen sich diese Personen auf einen Punsch (oder gerne auch mehrere) und tauschen die gebackenen Kekserl aus. Somit haben alle mehrere Sorten und vor allem auch jene, die mensch selbst nicht ausprobieren würde.

Eine weitere Möglichkeit (wenn auch etwas schwieriger zu organisieren) wäre es, eine gemeinsame Back-Party zu organisieren. In einer größeren Küche wird gemeinsam gebacken, gelacht, geplaudert und gepunscht– einfach Zeit miteinander verbracht – und die Kekse sind am Ende des Tages auch gebacken.

Mit den Geschenken ist das auch so eine Sache… Jedes Jahr sollen diese außergewöhnlich (teuer, groß, einzigartig, …) sein. Wenn dem schon so sein muss, dann sollten wir darauf achten den regionalen Handel zu unterstützen und auf einen Einkauf bei diversen Online-Riesen zu verzichten. Mit dem besonderen Flair des kleinen Ladens nebenan, mit der dort entgegengebrachten Freundlichkeit und dem Service kann kein Internet-Versandhandel mithalten.

Für all jene, die sich ein wenig Zeit nehmen können und gerne etwas Persönliches schenken möchten, habe ich den Tipp etwas selbst gemachtes oder gebasteltes zu verschenken. Es gibt vielzählige DIY-Anleitungen im Internet. Auch bei mir gibt es heuer nur Selbstgemachtes (Was genau kann ich hier natürlich noch nicht verraten). Wie wäre es z.B. mit selbst gemachtem Lebkuchenlikör, selbstgemachter Schokolade oder Badebomben?

Und anstatt diese Dinge in gekauftes Geschenkpapier zu packen, könnt ihr entweder wiederverwendbare Verpackungen (Kartonboxen, Jutebeutel, …) verwenden oder Pack-/Zeitungspapier benutzen und die Packerl mit (selbst gesammelten) Naturmaterialien verzieren (Zapfen, Hagebutten, Tannenzweigerl, Blätter,…). Ihr werdet sehen, da macht das Gestalten und das Verschenken gleich noch mehr Freude.
Und der vorangegangene Spaziergang im Wald entschleunigt garantiert.

All jenen, die denken das eigene Fest wird oder ist eine Katastrophe, kann ich die Filme „Single Bells“ und  „O Palmenbaum“ empfehlen 😉 Ihr werdet sehen: „Schlimmer geht´s immer“ …

Was ich versuche zu sagen ist, dass wir trotz all den Vorbereitungen den eigentlichen SINN des Weihnachtsfestes nicht vergessen sollten: Schenkt Liebe (die aber reichlich ;)) und genießt die Zeit mit euren Liebsten ganz bewusst!

Ich wünsche euch allen eine möglichst stressfreie Vorweihnachtszeit, ein schönes, entspanntes Weihnachtsfest und gemütliche Feiertage.

 

Text von BIRGIT LINDNER, BA

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